Der Landkreis Belgard-Schivelbein in
Pommern
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Brutzen / Brusno Hagenhorst / Kocury
Einwohner 1939: 613 Haushalte: 143 Eine Geschichte aus Brutzen Ein einsamer Baum Nach der Sage lebte in alten Zeiten zu Brutzen ein Mensch, der, ohne sich um die Kirche zu kümmern, Gott auf seine Weise dienen wollte. Da er von solchem Vorhaben nicht abzubringen war, beschlossen die Nachbarn, ihn mit Gewalt zu bekehren. Zu diesem Zwecke errichteten sie vor dem Dorfe einen Scheiterhaufen, umwickelten den vermeintlichen Ketzer mit Stroh und forderten ihn zur Änderung seines Sinnes auf. Als der Mann auch dann noch nicht von seinem Glauben lassen wollte, schleppten sie ihn auf den Holzstoß, zündeten denselben an und ließen ihr Opfer bei lebendigem Leibe verbrennen. Zur Erinnerung an diese Begebenheit soll später auf der Brandstelle ein einsamer Baum gepflanzt worden sein.
Quelle: Der Kreis Belgard, S. 357 Der Kreis Belgard, Sagen und Geschichten, S. 72 Brutzen 1867
Zu Brutzen gehörten die Kolonien Glashütte, Horden, Alt Steinklippe, Neu Steinklippe ( vor 1864 aufgelöst ) und das Vorwerk Karzin. Die Kolonien bildeten eine Dorfgemeinschaft unter dem Namen Brutzen – Glashütte.
Bis 1772 gehörten Brutzen und Groß Poplow zur Republik Polen. Bis 1816 gehörten die beiden Orte zu Westpreussen, zum Kreis Deutsch Krone im Department der Kriegs- und Domänenkammer Marienwerder. Seit 1816 gehören beide Orte zum Herzogtum Pommern.
Im Einzelnen:
In Brutzen gab es eine Schule, ebenso in der Kolonie Glashütte. Die Schule in Glashütte ist zwischen 1862 und 1867 geschlossen worden, da dort die Einwohnerzahl rapide ( zwischen 1843 und 1867 um 102 Personen ) abnahm.
Quelle: Berghaus, Landbuch des Herzogtums Kaschubien
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